Meine veröffentlichen Bücher

„Hundetricks“ haben in den letzten Jahren einen großen Boom erlebt: Zu Recht, denn sie verschaffen unausgelasteten Hunden körperliche und geistige Beschäftigung und fördern die Beziehung zwischen Hund und Halter. Was aber tun mit all den schönen Kunststückchen, wenn der Hund Pfote geben, winken, sich tot stellen, Slalom um die Beine laufen oder auf den Arm springen kann? Ein kleines Theaterstück einstudieren und vor Freunden oder einem größeren Publikum aufführen! Schon mit einfachen Mitteln lassen sich wirkungsvolle Effekte erzielen, wenn Idee und Umsetzung stimmen. Als wichtiger Nebeneffekt lernt der Mensch, seine eigene Körpersprache bewusster und klarer zu gestalten und damit die Kommunikation mit dem Hund erheblich zu verbessern. Dieses Buch erklärt, welche Grundvoraussetzungen nötig sind, wie man das Training aufbaut, Requisiten wählt, eine Rolle konzipiert oder mit dem Hund mit so feinen Signalen kommuniziert, dass sie für das Publikum unsichtbar sind. Mit zahlreichen Anregungen für kleine Theaterstücke zum Nachspielen. Vorhang auf für das Hundetheater!

Über die Autorin:
Susanne Allgeier studierte Betriebswirtschaft, seit 2001 führt sie eine eigene Hundeschule in Freiburg im Breisgau. Seit 2009 hat sie zudem eine Ausbildung als Theaterpädagogin und verknüpft seitdem mit viel Spaß und Erfolg ihre Leidenschaften für das Theater und das Hundetraining.

Hardcover, 152 Seiten, durchgehend farbig
ISBN: 978-3-942335-05-8

Preis: 16,90 Euro

Blick ins Buch
Zu beziehen über mich oder im Buchhandel z.B. bei amazon



Auf mehrfachen Wunsch schreibe ich mein Wissen nun in Skripten zu unterschiedlichen Themen nieder.

Ich bin dabei eine Skriptenreihe zu erstellen. Die Skrpte sind zu beziehen über mich. Benutzen Sie dafür bitte das Kontaktformular.
DIN A4 Format, Spiralbindung .

Preis pro Skript: 8,50 Euro zzgl. Versandkosten (z.B. 1 Skript 1,50 Euro)

Das 1. Skript - "Locker an der Leine gehen - Konzentration des Hundes - an der Leine - auf den Menschen" 30 Seiten! Ist bereits erschienen.

Das 2. Skript - "Spielen mit dem Hund - Jedes Spiel braucht Regeln - Definition und Umsetzung" ist derzeit in Arbeit.

Es wird noch viele weitere Skripte geben. Sie können mir geren auch Vorschläge unterbreiten, zu welchem Thema Sie gerne ein Skript lesen würden.

Eine Skriptenreihe deshalb, weil ich bei den einzelnen Themen wirklich auch ins Detail schreiben möchte. Ich habe darin die Möglichkeit auch manche Ausnahmen zu beschreiben, die ich in meiner Praxis gesehen und erfahren habe. Den Standardhund gibt es einfach nicht.
Die Reihe bitete Ihnen auch die Wahl, das Thema, das bei Ihnen gerade ganz oben auf Ihrer Liste steht, zu bedinen.



Hier ein Auszug aus dem Skript "Locker an der Leine gehen"

3.1 Aufmerksamkeit an der Leine - eine Selbstverständlichkeit

Ein paar Bemerkungen vorne weg:

Ihr Hund wird immer genügend Aufmerksamkeit für Sie haben um zu bemerken, ob Sie sich bei einer Übung konzentrieren oder ob Sie mit Ihren Gedanken immer wieder abschweifen zu Ihrem Alltag. Wenn Sie konzentriert bei der Arbeit oder auch beim Spiel sind, wird Ihr Hund lernen sich auf Sie zu konzentrieren. Und Sie beide werden großen Spaß dabei haben.

Zusätzlich zur Aufmerksamkeit an der Leine gilt es natürlich auch mit Ihrem Hund daran zu arbeiten, dass Ihr Hund im Freilauf auf Sie achtet. Ihr Hund kann sehr wohl die Verantwortung dafür tragen, dass er selbst darauf aufpasst, bei Ihnen zu bleiben. In einem Rudel achtet kein Rudelmitglied darauf, dass alle beisammen bleiben, sondern jedes Rudelmitglied achtet selbst darauf beim Rudel zu bleiben. Nehmen Sie Ihrem Hund diese Aufgabe nicht auf Dauer ab. Näheres dazu finden Sie im Skript "Der Freilauf".

Das erklärtes Ziel sollte immer sein, dass Ihr Hund auf Ihre Schrittfolge achtet. Er soll das Tempo beachten, in dem Sie gehen und er soll sich jederzeit auf die Richtung einstellen, in die Sie gehen. Zum Aufbau der Leinenführigkeit wird das Hilfshörzeichen "LANGSAM" eingeführt und auch über einen längeren Zeitraum verwendet. Dieses Hilfshörzeichen "LANGSAM" wird im Laufe der Zeit komplett abgebaut, da Ihr Hund versteht: sobald er an der Leine ist, ist seine räumliche Freiheit beschränkt und er soll sich ab diesem Zeitpunkt nun wieder auf Sie konzentrieren. Dabei muss nicht 100% der Aufmerksamkeit des Hundes bei Ihnen sein, sondern soviel, dass Ihr Hund mitbekommt, welches Tempo gehen Sie und in welche Richtung gehen Sie. Dabei bleibt für ihn noch genügend Freiraum, damit er Gerüche aus der Umgebung aufnehmen kann.

Ein häufiges Problem ist die vermeintliche Kontrolle des Menschen über die Leine. Der Hund zieht in die eine Richtung und der Mensch zieht ihn einfach wieder in die andere Richtung zurück. Es besteht hier ein sehr passives Verhalten aus der Sicht des Hundes. Passiv heißt hier: der Hund wird weggezogen. Aktiv wäre wenn Sie auf Ihren Hund zugehen, ihn ein wenig bedrängen, so dass er weiter gehen muss. Er bewegt sich dann von sich aus und läuft nicht einfach weiter, weil er gezogen wird. Ein Beispiel: Sie gehen auf einer schmalen, asphaltierten Straße, die jedoch kaum befahren ist. Auf dieser Straße gehen Sie mit Ihrem, Hund am rechten Wegrand und die Welt ist soweit in Ordnung. Dann allerdings bekommt Ihr Hund einen Geruch von links in die Nase. Zack, wechselt er auch schon die Straßenseite, indem er vor Ihnen rüber zieht. Sie haben nun die Möglichkeit Ihrem Hund zu folgen um ihn dort schnuppern zu lassen J. Allerdings ist Ihnen vermutlich klar, dies ist eine eher schlechte Wahl - insbesondere dann, wenn Sie diesem Impuls oft folgen. Oder, was auch oft passiert, Sie ziehen Ihren Hund im weitergehen einfach wieder zurück auf die Seite, auf der eben noch ging. Er zieht allerdings noch immer zu dem Geruchsreiz hin. Irgendwann wird einer von Ihnen beiden aufgeben. Eines Ihrer Ziele soll sein, dass der Aufgebende Ihr Hund ist. Wenn Sie ihn einfach mit ziehen, bleibt es ein passives Verhalten des Hundes. Er hat keine andere Wahl, er wird einfach mitgezogen. Im Folgenden werden Sie einen Weg kennen lernen, der sehr auf ein aktives Mitdenken des Hundes ausgerichtet ist. Der Hund lernt sich zu konzentrieren und lernt auch einzuschätzen, ob die Situation eine Möglichkeit bietet die Straßenseite zu wechseln - egal wie hoch der Reiz auf der anderen Seite ist.

Wer kennt das nicht: Sie gehen mit Ihrem Hund spazieren und es kommt ein anderer Hund entgegen. Wir gehen hierbei, der Einfachheit halber, davon aus, dass beide Hunde angeleint sind. Die Situation sieht nun so aus, von vorne kommt eine Quelle, die den eigenen Hund evtl. erregt oder sogar sehr erregt. Er möchte vielleicht spielen, einfach nur eine Geruchskontrolle ausführen (Analwittern - einfach nur den anderen Hund beschnuppern), er mag den anderen Hund nicht, er hat Angst vor dem anderen Hund, Sie haben einen Rüden und es kommt eine läufige Hündin entgegen, gleichgeschlechtliche Begegnungen funktionieren nicht so toll oder irgend eine andere Begebenheit. In vielen Fällen kommt es nun dazu, dass Ihr Hund nach vorne fixiert. D.h. er richtet seinen Blick starr nach vorne zu dem anderen Hund hin. Hat der andere Hund den Blick bei unserem Hund, so sind die beiden Hunde schon mitten in einer Kommunikation - Sie "sprechen" miteinander. Manchmal "unterhalten" sich die Hunde zu diesem Zeitpunkt schon in sehr unfreundlichem "Ton". Je näher sich die Hunde kommen, um so mehr verfestigt sich Ihre Kommunikation. Verhalten Sie sich nun so, dass Sie ebenfalls nach vorne zu dem anderen Hund hin schauen, vermitteln Sie Ihrem Hund natürlich, dass die Blickrichtung goldrichtig ist. Hier gilt es zu beachten was die Hund miteinander "sprechen". Für viele HundebesitzerInnen ist es schwierig, die Kommunikationsstrukturen ihrer Hunde richtig zu interpretieren. Deshalb empfiehlt es sich in jedem Fall, dem Blick des eigenen Hundes NICHT zu folgen, sondern daran zu arbeiten, dass Sie den Blick Ihres Hundes vom anderen Hund weglenken können. Gehen Sie hier mit gutem Beispiel - für Ihren Hund - voran und konzentrieren Sie sich auf Ihren Hund und auch auf dessen Blickrichtung. Es gilt soviel Vertrauen beim Hund aufzubauen, dass er es Ihnen überlassen kann, ob das Näherkommen des anderen Hundes visuell kontrolliert werden muss oder nicht. Diese Entscheidung liegt bei Ihnen und Ihr Hund soll lernen die Entscheidung bei Ihnen zu lassen.

Hier nun noch ein wichtiger Hinweis. Konsequentes Verhalten und das Bestreben sich selbst und das eigene Verhalten immer wieder zu reflektieren sind wichtige Bestandteile, wenn Sie eine vertrauensvolle und argerechte Beziehung zu Ihrem Hund aufbauen möchten


Fühlen Sie sich angesprochen, dann verlieren Sie keine Zeit und bestellen sich das Skript!